Dokumentation über Investmentbanker – Geraint Anderson

Cityboy. Geld, Sex und Drogen im Herzen des Londoner Finanzdistrikts Die ARD Dokumentation „Der grosse Rausch – ein Banker packt aus“ erzählt die Geschichte des Londoner Investmentbankers Geraint Anderson. Als dritter Sohn des Labour-Parlamentsabgeordneten Donald Anderson hatte er keinen Druck sofort nach seinem Abschluss einen Job zu ergreifen und reiste so erst mal ein Jahr durch Asien. Dort lebte er nach eigenen Angaben wie ein Hippie, schlief am Strand und konsumierte Drogen. Bald ging ihm jedoch das Geld aus und bei einem Familienbesuch in London 1996 bot ihm sein älterer Bruder Hugh Anderson, ein Fondsmanager bei der niederländischen Investmentbank ABN Amro, auch einen Job in der Londoner City an. Bereits ein Jahr später wechselte er zur Société Générale und 1999 zur Commerzbank. Während den ersten drei Jahren bekam er je £14.000, £55.000 und £140.000 an Bonuszahlungen. Sein Jahreseinkommen als Investmentbanker stieg innerhalb von fünf Jahren von £24.000 auf £120.000.

2000 wechselte er abermals die Bank und arbeitete fortan für Dresdner Kleinwort. Inzwischen war er ein anerkannter Investmentexperte für den Energiesektor. Er wurde zwei mal in Folge zum Top-Stock-Picker ernannt. Unter 100 Analysten wurde Geraint Anderson als viertbester bewertet. Doch ein Verkehrsunfall änderte seine Sichtweise bezüglich des Lebenstils der Investmentbanker. Die Gier auf dem Handelsparkett und die fehlende Moral in der Branche bereiteten ihm zunehmend Gewissensbisse und eine ehemalige Kommilitonin, die für die Zeitung „The Londonpaper“ arbeitete, fragte ihn, ob er die schlechten Seiten des Lebens als Investmentbanker nicht anonym in einer eigenen Kolumne enthüllen wolle. Geraint Anderson stimmte zu und so schrieb er ab Herbst 2006 die Kolumne „City Boy“, benannt nach den Bankern, die zwar mehrere hunderttausend pro Jahr verdienen, aber im Geiste immer noch Jungs geblieben sind.

Zum Jahreswechsel 2007/2008 kassiert Geraint Anderson seinen letzten Bonus als Investmentbanker in Höhe von £500.000 und beschließt den Job an den Nagel zu hängen. Sieben Monate später, am 18. Juni 2008, macht er öffentlich, dass er der Autor der Kolumne „City Boy“ ist.

Seitdem ist er in vielen Fernsehinterviews aufgetreten und hat sogar ein nach seiner Kolumne benanntes Buch veröffentlicht. „Cityboy. Geld, Sex und Drogen im Herzen des Londoner Finanzdistrikts“ kostet 24,90 Euro bei Amazon und ist mittlerweile bereits in zweiter Auflage erschienen. 12 Kundenbewertungen mit 5-Sternen sprechen wohl für sich!

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