Virtuelle Kreditkarten im Vergleich

Virtuelle Kreditkarten Für Online-Einkäufe über das Internet bietet es sich an eine Kreditkarte zu besitzen, besonders wenn man bei ausländischen Shops Bestellungen aufgeben möchte oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen will. Wer diese Ausgaben aus Sicherheitsgründen von seinen normalen Kreditkartenbuchungen trennen will oder einfach nur einen besseren Überblick über Offline- und Online-Umsätze bekommen möchte, für den lohnt sich eventuell die Anschaffung einer virtuellen (Prepaid) Kreditkarte.

Virtuelle Kreditkarten bestehen – wie der Name schon sagt – nur aus einer Kreditkartennummer, einem Ablaufdatum und einer Kartenprüfnummer (CVC-Code). Eine echte Plastikkarte bekommt man hingehen nicht, für Online-Einkäufe ist diese ja aber ohnehin überflüssig. Um mit einer virtuellen Kreditkarte zu bezahlen, gibt man diese drei Daten einfach wie von normalen Kreditkarten gewohnt in die jeweiligen Felder bei der Zahlungsabwicklung ein.

Was kosten virtuelle Kreditkarten?

Da die Anbieter sich die Produktion und den Versand einer Plastikkarte sparen, sollten virtuelle Kreditkarten eigentlich günstiger als echte Kreditkarten sein. Dies ist jedoch nur bei einigen Anbietern der Fall und mittlerweile gibt es auch sehr preiswerte Angebote für echte Kreditkarten, wie beispielsweise die Fidor 3in1 SmartCard (keine Jahresgebühr und keine Ausgabegebühr), die teilweise viel günstiger sind.

Virtuelle KreditkarteYuna Card verlangt für die virtuelle „Yuna Online“-Variante 2 Euro monatliche Servicegebühr, also 24 Euro pro Jahr. Die virtuelle mywirecard Mastercard  ist dagegen kostenlos und man spart wirklich die 24,90 Euro Jahresgebühr plus 5 Euro Versand, die für die „echte“ mywirecard Mastercard berechnet werden.

Die netbank aus Hamburg berechnet für ihre virtuelle Prepaid Masterkarte 7,50 Euro pro Jahr, dafür sind alle Aufladungen und Transaktionen komplett kostenlos. Wer die Karte oft einsetzt, spart hier bares Geld!

AnbieterKartentypJahresgebührAufladungen
netbankMasterCard7,50 €KOSTENLOS
mywirecardMasterCardkostenlosÜberweisung: 1 €
Sofortüberweisung: 1 €
Baraufladung im Handel: 4,0 % variabel
YUNA OnlineMasterCard24,00 €3 %, mind. 1 €
EntroPayVISAkostenlosKreditkarten: 4,95 %

Zusätzliche Gebühren entstehen bei Käufen in Fremdwährungen, auch Auslandseinsatz genannt. Bei Yuna Card und EntroPay sind das 2% vom Umsatz, während mywirecard nur 1,5% berechnet. Erstaunlicherweise ist jedoch auch hier wieder eine „echte“ Kreditkarte von Kalixa Pay günstiger, denn dort gibt es gar keine Gebühren für Fremdwährungen. Auch die Aufladung von Guthaben ist bei Kalixa Pay per Überweisung kostenlos möglich. Gebühren entstehen nur bei Nutzung von Kreditkarten oder Zahlungsdienstleistern wie Giropay oder Sofortüberweisung.

Wer stellt die virtuellen Kreditkarten aus?

Außer der netbank AG aus Hamburg und der Wirecard Bank AG aus 85609 Aschheim in Deutschland sind alle anderen Anbieter in England beheimatet und unterliegen der Aufsicht der Financial Conduct Authority (FCA), die hohe Auflagen und Richtlinien stellt. EntroPay wird von der Ixaris Systems Ltd. betrieben und die Kreditkarten werden von der Bank of Valletta oder Transact Network Limited ausgestellt. YUNA ist ein Produkt der Prepaid Services Company Ltd. die zur paysafecard group gehört. Kalixa Pay gehört zur in London und Wien ansässigen Kalixa Group und wird von der Kalixa Pay Ltd. betrieben.

Wie sicher sind virtuelle Kreditkarten?

Aufgrund des Prepaid-Konzepts können mit virtuellen Kreditkarten immer nur über Beträge verfügt werden, die zuvor auf das Kartenkonto aufgeladen wurden. So sind die Missbrauchsmöglichkeiten schon mal sehr effektiv begrenzt. Durch die Nutzung einer separaten, virtuellen Kreditkarte für Online-Einkäufe kann man zudem die Daten seiner normalen Kreditkarte geheim halten und die Risiken einer unbefugten Nutzung noch weiter minimieren. Insgesamt ist die Anschaffung einer virtuellen Kreditkarte daher durchaus sinnvoll und bei einigen Anbietern ja auch günstig möglich.

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